Das InnoLab

Die Ausstellung wird ab Mai 2017 im Kontakt mit zukünftigen Besucherinnen und Besuchern in einem Innovationslabor entwickelt und gebaut.
Sie kann während der Ausstellung von einzelnen und von Gruppen als Innovationslabor genutzt werden.
Hierbei arbeiten wir zusammen mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) in Marburg und dem Frankfurter QRaftwerk.
Und mit Innovationsberaterinnen und -beratern, die dort ausgebildet werden. Die Ausstellung ist auch ihr Projekt. Als Innovationslabor kann die Ausstellung zu Ihrem Projekt werden. Wir zeigen Ihnen vor Ort, wie sie es nutzen können.
(ab 3. Mai 2017) — mittwochs ab 16.00 in der Matthäuskirche
(und nach Vereinbarung) — Interessiert? Informieren Sie sich hier.

Hier können wir nur andeuten, was Sie dort als einzelne oder als Mitglied einer Lerngruppe erwartet. Denn Sie kommen ja mit Ihren eigenen Fragen und Problemen.
Das InnoLab funktioniert nach den Methoden des Design Thinking.
Das impliziert für uns, dass wir dort mit AGIL/ SCRUM und ähnlichen Planungstechniken arbeiten.
Aber eben nicht einfach, weil es gerade angesagt ist. Sondern weil wir wissen, warum das mal mehr, mal weniger funktioniert (s. unten: Tiefe Innovation).
Und damit auch Sie auch außerhalb und nach der Ausstellung zukunftsorientiert und nachhaltig damit arbeiten können.

Die Leitfragen als Prozessfragen

Zum Einstieg können Sie die Leitfragen der Ausstellung auf ein Problem beziehen, das Sie gerade gemeinsam mit anderen bewegt.
Fragen Sie dann, wie wir das schon bei Konzeption der Ausstellung immer wieder gefragt haben:
Vorphase: Was wollen wir heute erreichen?
1. Wie sehen wir die Probleme?
2. Welche Ziele müssen wir erreichen?
3. Worauf kommt es an?
4. Was wäre möglich?
5. Was ist möglich?
6. Was vereinbaren wir?
Nachphase: Wie sichern wir das ab?
Sie werden sehen: das verändert Ihre Zusammenarbeit mit anderen.

Der Lern- als Lösungsprozess

Geld trägt im Alltag oft dazu bei, dass sich Konflikte verhärten, zum Beispiel durch Geiz und Gier. Dann wieder werden neue Lösungen möglich: indem man mit Geld anders umgeht.
An den Kräften, die dabei wirken, kann man sich in vielen Zusammenhängen orientieren.

Denn sie wirken auf verschiedenen Ebenen zusammen.
Phasen kreat.
Prozess
Freud /
Riemann
Phasen
Mediations-
prozess
Botschaften
(«Tanz des Mediators»)
Infektion Asket/
schizoid/
Autonomie
 Begrüßung/
Positionen
 «Schön, dass Sie da sind.» «Ich werde Sie zuverlässig begleiten.»
«Sie sind dran. (mit Ihrer Sicht)» «Zu Ihnen komme ich später.»
Inkubation Prophet/
hysterisch/
Wandel
Interessen  «Erstens:…»
«Was gibt es noch?»
Illumination Mystiker/
depressiv/
Partizipation
Bedürfnisse/
Lösungsraum
«Was bewegt Sie dabei?»
«Was könnte es alles geben?»
Elaboration Priester/
zwanghaft/
Dauer
Lösungs­möglichkeiten/
Verein­barungen
«Was davon lässt sich umsetzen?»
«Erstens..»
«Bitte reichen Sie sich die Hand.»
«Schön dass Sie da waren.»

Im InnoLab zeigen wir Ihnen, dass sich solche Zusammenhänge auch räumlich und farblich, durch das Basteln an Modellen oder durch Tanzen erschließen.

Ein Ort kreativen Lernens

Wir können uns dem Bann des Geldes letztlich nur entziehen, indem wir seine Geschichte anders weitererzählen. Nutzen Sie im InnoLab die Kräfte der Veränderung, die durch die Ausstellung ausgelöst werden können.
Wenn Sie eine Welt beschrieben haben, in der gutes Geld Ihnen und anderen Gutes Leben ermöglicht, fragen Sie sich anschließend:
Wie sieht die Welt aus, in der meine gegenwärtigen Probleme gelöst sind – und in der die Hindernisse nicht mehr bestehen, die bislang eine Lösung verhindern?
Achten Sie aufmerksam auf das, was Sie auf- und anregt, was Sie anrührt. Und überlassen Sie sich dann Ihrer Phantasie. Reisen Sie in andere Zeiten, an andere Orte.
Halten Sie fest, was Sie dort sehen und erleben.
Und überlegen Sie erst dann, wie Sie am besten dahin- und wie Sie dann zurückkommen. Der Unterschied ist wichtig.

Der Lern- als Gestaltungsprozess

Gerade im gegenwärtigen Epochenübergang funktioniert Geld wieder als Transformationsmedium. Die Ausstellung zeigt, wie ein veränderter Umgang mit dem Geld Altes zerstört und wie dann in scheinbar chaotischen Prozessen überall Neues sichtbar wird.
Nachhaltige Problemlösungen beruhen auf einer tief verankerten Neuorientierung, die in einem strukturierten Prozess unser kreatives Potenzial freisetzt.

So kommt das Neue in die Welt.
Und so können wir uns darauf einstellen.

Die Formel

Es gibt sogar eine Formel dafür. Die Ausstellung entfaltet diesen Quellcode als Algorithmus eines Lernprozesses, am Ende sogar in einer App. Unsere Partner arbeiten damit in zahlreichen Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungsprozessen.

Sie verbindet jene Logik des kreativen Prozesses
und die Fragestellungen bei Projektplanungen

 

mit jener kreativen Logik, die wir Menschen beim „Storytelling“ immer schon verwenden.

Tiefe Innovation

Gegenwärtig geht es in jedem InnoLab um Integral Innovation 4.0. Wir verstehen sie, wie gezeigt, als „Tiefe Innovation“.
Die Projektpartner sind wir davon überzeugt, dass man besser mit innovativen Prozessen umgeht, wenn man weiß, was man tut. Dann können die erforderlichen Regulierungen sogar dazu beitragen, den kreativen Prozess tiefer zu verankern.
Das macht die Ergebnisse nachhaltiger: ob dies nun Selbst- und Organisationsveränderungen sind, andere Dienstleistungen oder neue Produkte.
Denn nicht nur die Geschichte des Geldes lässt sich weitererzählen. Sondern auch ihre eigene und die der Organisation, in der Sie arbeiten oder in der Sie sich ehrenamtlich engagieren.
Als InnoLab fördert die Ausstellung – soziale und politische Lernprozesse (s. Neue Geldordnung, das Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung, die Evangelische Hoffnungsgemeinde).
– Innovations- und Konfliktmanagement, Selbstmanagement und Coachingprozesse in Organisationen.
Interessiert? Informieren Sie sich hier.

«woran dein Herz hängt, das ist dein Gott»