Das Thema

Im Reformationsjahr 2017 geht es unter dem herausfordernden Lutherwort

„Woran du nun, sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.“ (Großer Katechismus, 1529)

in einer Ausstellung besonderer Art um das Geld der Zukunft.
Wir sind mitten im Epochenübergang – wie zu Luthers Zeiten. Wie beim Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit ist Geld auch beim Übergang ins Zeitalter globaler Vernetzung allgegenwärtig.

Was macht das Geld mit unserer Zukunft? Oder gestalten wir diese selbst? Dann müssen wir jetzt und hier mitentscheiden über das Geld der Zukunft.

Geld der Zukunft“ – Ein Veranstaltungskonzept

Thesen – Zeitplan – Akteure

1.These: Wir leben in einer Zeitenwende, die mehrere Dimensionen umfasst:

  • Die ökologische Dimension: Begrenzte ökologische Ressourcen treffen auf immer mehr materielle Ansprüche.
  • Die mediale Dimension: Vom Buchdruck zu digitalen Medien.
  • Die politische Dimension: Von wohlstandsbasierten Demokratien zu autokratischen Herrschaftsstrukturen.
  • Die ökonomische Dimension: Von liberalen wohlstandsentwickelnden zu merkantilen Systemen.
  • Die finanzielle Dimension: Von materiellen zu digitalen Geldformen, dabei entfaltet die finanzielle Dimension eine besondere Dynamik bei der Entwicklung von bedrohlichen Szenarien.

2. These: Die Reformation vollzog sich ebenfalls in einer Zeitenwende mit ähnlichen Dimensionen, sie kann deswegen Abschreckung und Lehrmeister für die jetzige Zeit sein. Das Reformationsjahr bietet einen gelungenen Anlass, Religion, Reformation und Luther mit der Frage zu konfrontieren. Was können wir lernen?

3. These: Weder sind die Bevölkerung, noch die Politiker, noch die Aktiven ausreichend intellektuell und gestalterisch vorbereitet auf die Zukunft. Ein hohes Maß an Klärung und Aufklärung ist nötig.

4. These: Frankfurt ist ein zentraler Finanzplatz, die finanzielle Dimension dieser Zeitenwende hat hier eine besondere Bedeutung und bedeutet eine besondere Verantwortung für hier Aktive.

Das Ausstellungsprojekt umfasst verschiedene Dimensionen:

  1. Die Basisausstellung umfasst grundlegende, aufklärende Vorstellungen von „Geld der Zukunft“
  2. Sie hat als Leitmotiv: Was ist, Was kann, Was soll.
  1. Auf dieser Basis bietet sie eine Übersicht über vorhandene Vorstellungen von Geldreformen und lädt entsprechend alle Aktiven ein, Beiträge zu leisten.Die entsprechenden Beiträge bilden unkommentiert die Grundlage für die Gesamtschau.
    Die Initiative „Neue Geldordnung“ betrachtet sich als ein Teil davon.Die Kuratoren behalten sich das Recht vor, die Gesamtschau zu begrenzen.
  1. Text, Bild, Audio, Video und künstlerische Darstellungen sind erwünscht.
  2. Das Ausstellungsprojekt wird Formate erproben, die den Zuschauer in die Thematik einbinden.
  1. Das Ausstellungsprojekt umfasst einen Zeitrahmen von 3 Jahren.
    Die Basisausstellung wird durch folgende Schwerpunkte ergänzt:

2017: Das Reformationsjahr ist der Anlass für die Beteiligung der evangelischen Kirche und bildet einen Schwerpunkt in der Ausstellung.

4 begleitende Veranstaltungen mit den Themen: Schuld und Schulden, Schöpfung und Geldschöpfung, Wucher und Zins, Vermögen und Gerechtigkeit begleiten den Prozess der Entstehung. Der Veranstaltungsort ist die Matthäuskirche.
In Vorbereitung auf den Schwerpunkt 2018 sind Geldreformer während der Ausstellung eingeladen, in einen Dialog einzutreten:
Schnittmengen formulieren, Schnittstellen organisieren

2018: Die Wissenschaft hat sich aus der Religion emanzipiert. Die Wirtschaftswissenschaft ist heute erster Ansprechpartner für Finanzpolitische Fragen. In Kooperation mit Hochschulen ( Prof. Peukert, Siegen und Prof. Mayer, Witten) wollen wir fragen:
Was können wir lernen? Was tragt ihr bei? Was erwartet ihr von Geldreformen?
Parallel wollen wir den Prozess des Dialogs der Geldreformer weiterführen.

2019: Die Gesellschaftlichen Sektoren, wie Ökologie, Wohnen, Mobilität, Bildung, usw.
sind von finanziellen Mitteln abhängig. Was erwarten sie von Geldreformen?

  1. Das Projekt organisiert eigene begleitende Veranstaltungen.
    Der aktuelle Terminplan:

    03.04.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    19.04.
    Veranstaltung „Regionalgeld“, Matthäuskirche
    08.05.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    01.06.
    Pressekonferenz
    09.06.
    Workshop 1: Schuld und Schulden, Matthäuskirche
    12.06.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    30.06.
    Workshop 2: Kredit und Zins, Matthäuskirche
    03.07.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    07.08.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    18.08.
    Workshop 3: Schöpfung und Geldschöpfung, Matthäuskirche
    04.09.
    Veranstaltung der Neuen Geldordnung „Geld der Zukunft“, Club Voltaire
    15.09.
    Workshop 4: Vermögen und Gerechtigkeit, Matthäuskirche
    13.-17.11.
    Fair Finance Week

     

  2. Trägerkreis: Neue Geldordnung
    Ev. Hoffnungsgemeinde (Matthäuskirche)

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Pfarrstelle für gesellschaftliche Verantwortung des ev. Stadtdekanats Frankfurt

Kuratoren: Hajo Köhn, Neue Geldordnung ( Konzept, Redaktion)
Ottmar Gendera, Journalist (Konzept, Veranstaltungen, Performance)

Eine Redaktion, Ausstellungsmacher, eine Mediengruppe ( Film, Webseite, PR) begleiten das Projekt

9. Die Finanzierung erfolgt über Stiftungsgelder, erste Anträge sind erfolgreich.

Für weitere Informationen über das Veranstaltungskonzept und um auf dem Laufenden zu bleiben, bestellen sie am besten den Newsletter der Neuen Geldordnung.

«woran dein Herz hängt, das ist dein Gott»